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Berufsunfähigkeit in der Medienbranche: Zahlen, Fakten und optimale Absicherung

In einer Branche, die von ständigem Wandel, Zeitdruck und wachsenden psychischen Belastungen geprägt ist, stellt sich für Medienschaffende nicht die Frage ob, sondern wann sie eine private Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen sollten. Die aktuellen Zahlen zeichnen ein alarmierendes Bild, das besonders für Journalistinnen und Journalisten von Bedeutung ist. Wir geben auch eine Beispielberechnung, wie teuer eine Berufsunfähigkeitsversicherung sein kann.

Berufsunfähigkeit in der Medienbranche: Zahlen, Fakten und optimale Absicherung

Alarmierend: Jeder vierte Berufstätige betroffen

Die Statistik spricht eine erschreckend deutliche Sprache: Etwa jeder vierte Erwerbstätige wird im Laufe seines Arbeitslebens berufsunfähig – unabhängig von der ausgeübten Tätigkeit. Noch beunruhigender ist die durchschnittliche Dauer: Deutsche sind im Schnitt sechs Jahre ihres Lebens berufsunfähig.

Die Hauptursachen sollten besonders für Medienschaffende ein Weckruf sein:

  • Psychische Erkrankungen führen mit 34 Prozent die Liste an – mit steigender Tendenz. In den vergangenen zehn Jahren ist ihr Anteil um mehr als 10 Prozent gestiegen.
  • Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates folgen mit 19 Prozent.
  • Krebserkrankungen machen 17 Prozent der Fälle aus.

Besonders gefährdet durch die moderne Medienlandschaft

Als Journalist sind Sie den berufsspezifischen Risiken in besonderem Maße ausgesetzt. Der ständige Zeitdruck, die Erwartung permanenter Erreichbarkeit und der wachsende Social-Media-Druck erhöhen das Risiko für Burnout und andere psychische Erkrankungen erheblich. Das gilt indes auch für andere Berufe in der Medienbranche wie Fotografen, Mediengestalter, Grafiker oder Influencer und Content-Creator. All diese Berufe können sich über die Presse-Versorgung absichern! 

Obwohl die klassische Büroarbeit wenig körperliche Unfallgefahren birgt, stufen Versicherer das Berufsunfähigkeitsrisiko für diese Menschen aufgrund der hohen nervlichen Belastungen als durchschnittlich ein – ein Fakt, den niemand in der Branche ignorieren sollte.

Die Illusion der staatlichen Absicherung

Seit 2001 existiert die gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente in ihrer früheren Form nicht mehr. Was bleibt, ist lediglich die Erwerbsminderungsrente – und diese bietet bestenfalls eine minimale Grundsicherung:

  • Bei teilweiser Erwerbsminderung (3 bis 6 Stunden Arbeitsfähigkeit täglich) erhalten Sie nur die Hälfte der ohnehin niedrigen Rente – etwa 17 Prozent Ihres letzten Bruttogehalts.
  • Selbst bei voller Erwerbsminderung liegt die staatliche Unterstützung meist unter einem Drittel des vorherigen Einkommens.

Besonders kritisch für alle nach 1961 Geborenen: Bei der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente ist eine Verweisung auf andere Berufe möglich. Das bedeutet: Können Sie Ihren Journalistenberuf nicht mehr ausüben, aber in einem anderen Bereich noch arbeiten, erhalten Sie möglicherweise gar keine staatliche Unterstützung. 

Die Branchenlösung: Einmal Presse, immer Presse

Im Gegensatz zur staatlichen Lösung bietet eine private Berufsunfähigkeitsversicherung über die Presse-Versorgung einen entscheidenden Vorteil: Hier gilt das Prinzip "Einmal Presse, immer Presse". Es erfolgt keine Verweisung auf andere Berufe oder Branchen. Können Sie Ihren journalistischen Beruf nicht mehr ausüben, greift der Versicherungsschutz – unabhängig davon, ob Sie theoretisch noch in einem anderen Bereich arbeiten könnten.

Eine solide BU-Versicherung sichert mindestens 80 Prozent Ihres Nettoeinkommens ab und hilft, den gewohnten Lebensstandard zu halten – etwa bei laufenden Krediten oder Familienverpflichtungen.

Beispielberechnung: So teuer ist eine BU-Absicherung

Hier finden Sie eine Berechnung für einen Redakteur, angestellt oder freiberuflich, Nichtraucher, mit abgeschlossenem Studium und ohne gefährliche Hobbys: 

  • 25 Jahre alt – 1.500 Euro BU-Rente – Endalter 67 Jahre: 47,21 Euro monatlich
  • 30 Jahre alt – 1.500 Euro BU-Rente – Endalter 67 Jahre: 51,52 Euro monatlich
  • 45 Jahre alt – 1.500 Euro BU-Rente – Endalter 67 Jahre: 68,35 Euro monatlich

Ob Volontär oder Redakteur (mit abgeschlossenem Studium) ist unerheblich –  es ist die gleiche berufliche Eingruppierung. Alle Werte sind Stand März 2025.

Finanzieller Schutz und seelischer Frieden

In einer Branche, die ohnehin von wirtschaftlichen Unsicherheiten geprägt ist, bietet eine BU-Versicherung nicht nur finanzielle Absicherung, sondern auch ein Stück Seelenfrieden. Die Gewissheit, bei Berufsunfähigkeit abgesichert zu sein, kann den beruflichen Alltag entlasten und ermöglicht es, sich vollständig auf die journalistische Arbeit zu konzentrieren.

Fazit: Nicht ob, sondern wann und wie

Die Zahlen und Fakten verdeutlichen: Die Frage ist nicht, ob eine private Berufsunfähigkeitsversicherung für Journalisten sinnvoll ist, sondern wie sie optimal gestaltet werden sollte. 

Angesichts der spezifischen Risiken des Berufsfeldes und der unzureichenden staatlichen Absicherung ist eine maßgeschneiderte private Vorsorge unverzichtbar.

Lassen Sie sich in einem persönlichen und unverbindlichen Gespräch über die Möglichkeiten einer Berufsunfähigkeitsversicherung beraten, die speziell auf die Bedürfnisse von Medienschaffenden zugeschnitten ist. 

Ihre finanzielle Zukunft verdient dieselbe sorgfältige Recherche, die Sie auch in Ihrer täglichen journalistischen Arbeit an den Tag legen.


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