Gender Pay Gap: Die finanzielle Ungleichheit und ihre Auswirkungen auf die Altersvorsorge von Frauen
Der Weltfrauentag am 8. März ist mehr als nur ein symbolisches Datum. Er bietet die Gelegenheit, wichtige gesellschaftliche Themen zu beleuchten, die Frauen in ihrem Alltag betreffen. Eines der drängendsten Probleme bleibt die finanzielle Ungleichheit zwischen den Geschlechtern – insbesondere in Bezug auf Einkommen während des Berufslebens und später bei der Rente. Diese Ungleichheiten haben weitreichende Konsequenzen und beeinflussen maßgeblich die finanzielle Absicherung und Altersvorsorge von Frauen in Deutschland. Es kommt zum Gender Pension Gap.
Der Gender Pay Gap in Deutschland: Aktuelle Entwicklungen und Zahlen
In den vergangenen Jahren wurde viel über den Gender Pay Gap diskutiert, und tatsächlich gibt es erste positive Entwicklungen zu verzeichnen. Der unbereinigteGender Pay Gap ist 2024 in Deutschland um 2 Prozentpunkte gesunken – der stärkste Rückgang seit Beginn der systematischen Erhebungen im Jahr 2006.
Was bedeutet das konkret? Frauen verdienen in Deutschland im Durchschnitt immer noch deutlich weniger als ihre männlichen Kollegen:
Der durchschnittlicheBruttostundenverdienst von Frauen liegt bei 22,24 Euro. Männer verdienen dagegen 26,34 Euro pro Stunde.
Bei denBruttomonatsverdiensten wird die Kluft noch deutlicher: Frauen erhalten durchschnittlich 2.851 Euro, während Männer auf 4.078 Euro kommen.
Interessant ist auch die regionale Verteilung: In den östlichen Bundesländern beträgt der Gender Pay Gap nur 5 Prozent, während er in den westlichen Bundesländern mit 17 Prozent mehr als dreimal so hoch ist. Diese Diskrepanz hat historische Wurzeln und zeigt, wie gesellschaftliche und wirtschaftliche Strukturen die Einkommensverteilung beeinflussen.
Bereinigter vs. unbereinigter Gender Pay Gap
Wenn wir über den Gender Pay Gap sprechen, müssen wir zwischen dem unbereinigten und dem bereinigten Wert zu unterscheiden:
Der unbereinigte Gender Pay Gap bezieht sich auf den durchschnittlichen Bruttostundenlohn aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, ohne Berücksichtigung von Faktoren wie Branche, Beruf oder Qualifikation.
Der bereinigte Gender Pay Gap vergleicht Frauen und Männer mit vergleichbaren Qualifikationen, Tätigkeiten und Erwerbsbiografien.
Selbst wenn man also alle strukturellen Faktoren herausrechnet, bleibt ein Unterschiedvon 6 Prozent bestehen (bereiningter Gender Pay Gap) – ein deutlicher Hinweis darauf, dass Frauen bei gleicher Qualifikation und Tätigkeit oft schlechter bezahlt werden als ihre männlichen Kollegen.
Von der Lohnlücke zur Rentenlücke: Der Gender Pension Gap
Die Konsequenzen des Gender Pay Gaps zeigen sich besonders deutlich im Alter. Aus der Einkommenslücke während des Berufslebens entwickelt sich eine noch größere Rentenlücke – der sogenannte Gender Pension Gap.
Die aktuellen Zahlen zeichnen ein alarmierendes Bild:
Im Jahr 2024 erhalten Frauen im Durchschnitt gut 25 Prozent weniger Rente als Männer.
Frauen ab 65 Jahren beziehen durchschnittlich Alterseinkünfte von rund 18.700 Euro brutto jährlich.
Männer kommen hingegen auf etwa 25.600 Euro brutto jährlich.
Ohne Berücksichtigung von Hinterbliebenenrenten steigt die Rentenlücke sogar auf circa 39 Prozent.
Finanzielle Nachteile im Erwerbsleben potenzieren sich im Alter
Diese Zahlen verdeutlichen, wie sich die Nachteile im Erwerbsleben im Alter potenzieren. Die Lohnunterschiede während des Berufslebens werden in der Rente nicht nur fortgeschrieben, sondern verstärken sich noch. Dies führt zu erheblichen Unterschieden in der finanziellen Situation älterer Menschen:
Diesefinanzielle Benachteiligung spiegelt sich auch in den Armutsrisikoquoten wider: 20 Prozent der Frauen ab 65 Jahren gelten als armutsgefährdet, verglichen mit 16 Prozent der Männer in derselben Altersgruppe. Besonders problematisch ist die Situation für alleinstehende Frauen im Alter, die keine zusätzlichen Einkommensquellen haben.
Die Ursachen: Ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Faktoren
Die Gründe für den Gender Pay Gap und den daraus resultierenden Gender Pension Gap sind vielfältig und komplex. Sie reichen von individuellen Entscheidungen bis hin zu strukturellen Benachteiligungen:
1. Berufswahl und Branchenunterschiede
Etwa21 Prozent des Verdienstunterschieds lassen sich darauf zurückführen, dass Frauen häufiger in schlechter bezahlten Berufen und Branchen tätig sind. Dies betrifft insbesondere soziale Berufe, Pflege, Erziehung und den Dienstleistungssektor. Diese Unterschiede des Arbeitsmarktes führen dazu, dass typische „Frauenberufe" oft geringer entlohnt werden als „Männerberufe", obwohl sie gesellschaftlich ebenso wichtig sind.
2. Teilzeitbeschäftigung und Erwerbsunterbrechungen
Ein wesentlicher Faktor für die Einkommensunterschiede ist die unterschiedliche Arbeitszeit:
50 Prozent der erwerbstätigen Frauen arbeiten in Teilzeit
Bei Männern sind es nur 13 Prozent
Rund 19 Prozent des Verdienstunterschieds sind auf den geringeren Beschäftigungsumfang von Frauen zurückzuführen
Die Teilzeitarbeit ist oft eine Folge der ungleichen Verteilung von Care-Arbeit. Frauen übernehmen nach wie vor den Großteil der Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen, was zu längeren Erwerbsunterbrechungen und reduzierten Arbeitszeiten führt.
3. Karriere und Vorurteile
Frauen sind in Führungspositionen nach wie vor unterrepräsentiert. Das führt dazu, dass Frauen seltener in gut bezahlte Positionen aufsteigen. Die Gründe hierfür sind vielfältig und reichen von unbewussten Vorurteilen bei Beförderungsentscheidungen bis hin zu fehlenden Netzwerken und Rollenvorbildern.
4. Auswirkungen auf die Alterssicherung
Die Kombination aus niedrigeren Stundenlöhnen, mehr Teilzeitarbeit und häufigeren Erwerbsunterbrechungen führt zu drastischen Unterschieden im Lebenserwerbseinkommen:
Das durchschnittliche Lebenserwerbseinkommen von Frauen in Westdeutschland beträgt 830.000 Euro.
Bei Männern hingegen 1,5 Millionen Euro – fast doppelt so viel.
Bei Müttern sinkt das Lebenserwerbseinkommen sogar auf durchschnittlich 580.000 Euro.
Dies hat direkte Auswirkungen auf die Rentenansprüche. Denn unser Rentensystem basiert auf dem Äquivalenzprinzip: Wer weniger einzahlt, bekommt auch weniger heraus. Die in der Rentenversicherung vorgesehenen Ausgleichszahlungen für Kindererziehungszeiten reichen bei weitem nicht aus, um diese Lücken zu schließen.
Langfristige Folgen für die finanzielle Sicherheit von Frauen
Die geringeren Verdienste und Rentenansprüche haben weitreichende Konsequenzen für die finanzielle Situation von Frauen im Alter: Viele Frauen sind im Alter finanziell abhängig von ihren Partnern oder staatlichen Leistungen. Dies zeigt sich auch daran, dass etwa 29 Prozent der Frauen ab 65 Jahren Alterseinkünfte aus einer Hinterbliebenenrente beziehen, währenddies nur auf 6 Prozent der Männer zutrifft. Diese Abhängigkeit kann besonders problematisch werden, wenn Beziehungen scheitern oder der Partner verstirbt.
Strategien gegen den Gender Pension Gap: Private Vorsorge als Ausweg
Angesichts dieser Herausforderungen ist es für Frauen besonders wichtig, frühzeitig mit einer eigenen Altersvorsorge zu beginnen. Die staatliche Rente allein wird in den meisten Fällen nicht ausreichen, um den gewohnten Lebensstandard im Alter zu sichern. Private Vorsorge ist daher ein wichtiger Baustein für die finanzielle Unabhängigkeit im Alter.
Die Bedeutung einer individuellen Vorsorgestrategie für Frauen
Frauen sollten ihre spezifische Lebenssituation bei der Altersvorsorge berücksichtigen. Dazu gehören:
Frühzeitiger Beginn der Vorsorge, idealerweise schon zu Beginn des Berufslebens
Aufrechterhaltung der Vorsorgebeiträge auch während Teilzeitphasen oder Elternzeit
Flexibilität bei der Beitragshöhe, um auf veränderte Lebensumstände reagieren zu können
Sichere Anlagestrategie mit angemessenen Renditechancen
Unabhängige und auf die individuelle Situation zugeschnittene Beratung
Das Familienkonzept der Presse-Versorgung: Eine innovative Lösung
Die Presse-Versorgung bietet mit ihrem Familienkonzept eine besonders interessante Lösung, um den Herausforderungen des Gender Pension Gaps zu begegnen. Dieses Konzept ermöglicht es, dass nicht nur der Hauptverdiener – in vielen Familien nach wie vor der Mann – für sich vorsorgt, sondern auch die finanzielle Absicherung der Familie in den Blick nimmt.
Vorteile des Familienkonzepts im Überblick
1. Flexibilität und Unabhängigkeit vom eigenen Berufsstatus:
Der Hauptverdiener als Versicherungsnehmer bei der Presse-Versorgung kann seine Frau und Kinder mitversichern.
Der Beruf der Ehefrau spielt dabei keine Rolle – selbst bei ausschließlich häuslicher Tätigkeit ist eine Absicherung möglich.
Dies ermöglicht eine eigenständige Altersvorsorge auch für Frauen, die wegen Kindererziehung oder Pflege von Angehörigen nicht oder nur eingeschränkt erwerbstätig sind.
2. Umfassende Absicherung:
Neben der Altersvorsorge bietet das Konzept auch eine Absicherung im Todesfall.
Zusätzlich ist eine Berufsunfähigkeitsabsicherung für Kinder möglich, was ein weiterer wichtiger Baustein für die finanzielle Sicherheit der gesamten Familie ist.
Individuelle Vorsorgelösungen für Frauen in der Medienbranche
Frauen, die in der Medienbranche tätig sind, haben zudem die Möglichkeit, sich direkt bei der Presse-Versorgung abzusichern. Mit maßgeschneiderten Vorsorgelösungen können sie aktiv gegen den Gender Pension Gap vorgehen:
Individuelle Beratung zu maßgeschneiderten Vorsorgelösungen
Berücksichtigung der spezifischen Berufs- und Lebenssituation
Transparente Berechnungen der zu erwartenden Leistungen
Flexible Anpassungsmöglichkeiten bei veränderten Lebensumständen
Fazit: Handeln statt Warten
Der Weltfrauentag erinnert uns daran, dass trotz aller Fortschritte bei der Gleichstellung noch ein weiter Weg vor uns liegt. Besonders im Bereich der finanziellen Absicherung bestehen nach wie vor erhebliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Der Gender Pay Gap und der daraus resultierende Gender Pension Gap sind gesellschaftliche Herausforderungen, die sowohl politische Lösungen als auch individuelles Handeln erfordern.
Bis strukturelle Veränderungen greifen, ist es für Frauen umso wichtiger, ihre finanzielle Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. Mit einer durchdachten Vorsorgestrategie und passenden Angeboten wie dem Familienkonzept der Presse-Versorgung können sie den Auswirkungen des Gender Pay Gaps entgegenwirken und für ein finanziell abgesichertes Alter planen.
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