Frauen sparen weniger für die Rente – eine gefährliche Lücke für die Altersvorsorge
Eine neue Studie hat ein beunruhigendes Muster aufgedeckt: Obwohl Frauen im Ruhestand finanziell schlechter gestellt sind als Männer, legen sie deutlich weniger Geld für ihre Altersvorsorge zurück. Die Zahlen der Finanztip-Umfrage sprechen für sich: 30 Prozent der Frauen sparen überhaupt nichts für das Alter, während dieser Anteil bei Männern nur bei 19 Prozent liegt. Jede vierte Frau spart weniger als 100 Euro monatlich – verglichen mit nur 13 Prozent der Männer. Was das für die Altersvorsorge bedeutet, erklären wir in diesem Text.
Besonders problematisch werden diese Zahlen angesichts der bereits existierenden Rentenlücke. Laut der Deutschen Rentenversicherung erhalten Frauen durchschnittlich 1.400 Euro brutto an gesetzlicher Rente – das sind mehr als 400 Euro weniger als Männer. Ohne zusätzliche Vorsorge droht im Alter ein erhebliches finanzielles Defizit.
Pessimistischer Blick in die Zukunft
Die Sorgen bezüglich der finanziellen Absicherung im Alter sind bei Frauen daher deutlich ausgeprägter: 39 Prozent der in derStudie befragten Frauen gehen davon aus, dass sie ihre Rentenlücke nur schwer oder gar nicht schließen können. Nur 23 Prozent sehen ihre Chancen positiv. Bei den Männern zeigt sich ein anderes Bild: 42 Prozent blicken optimistisch auf ihre Altersvorsorge, während nur 24 Prozent pessimistisch sind.
Reale Angst vor Altersarmut
EineVerivox-Umfrage bestätigt diesen Trend: Fast die Hälfte der befragten Frauen (48 Prozent) bewertet ihre Altersvorsorge als schlecht oder sehr schlecht. Sie haben reale Angst vor Altersarmut. Trotzdem legen 30 Prozent der Frauen laut Finanztip nichts zusätzlich für ihre Altersvorsorge zurück. Dabei sind die Zahlen zur Rentenlücke zwischen Mann und Frau gravierend:
Die Rentenlücke in Deutschland: Aktuelle Zahlen
Die Unterschiede bei den Altersbezügen sind beträchtlich. Im Jahr 2024 erhalten Frauen durchschnittlich 25 Prozent weniger Rente als Männer:
Frauen ab 65 Jahren beziehen Alterseinkünfte von etwa 18.700 Euro brutto jährlich
Männer kommen auf rund 25.600 Euro brutto jährlich
Besonders alarmierend: Über zwei Drittel der Frauen (70 Prozent) erhalten weniger als 1.200 Euro Rente monatlich, bei Männern sind es nur 44 Prozent.
Sparen für die längere Lebenszeit
Die Erhebungen zeigen, dass viele Menschen unterschätzen, wie viel sie privat sparen müssen, um die Rentenlücke im Alter zu schließen. Eine 30-jährige Frau mit einem Nettoeinkommen von 2.700 Euro müsste bis zum Renteneintritt mit 67 Jahren etwa 840.000 Euro ansparen, um ihren Lebensstandard halten zu können. Diese Summe liegt rund 20.000 Euro höher als bei einem Mann mit vergleichbarem Einkommen – unter anderem wegen der höheren Lebenserwartung von Frauen.
Aufgrund dieser längeren Lebenszeit müsste eine 30-jährige Frau mit durchschnittlichem Einkommen monatlich etwa zehn Euro mehr fürs Alter zurücklegen als ein Mann in vergleichbarer Situation.
Die Ursachen der weiblichen Vorsorgelücke
Die Gründe für die Rentenlücke und die damit verbundene Notwendigkeit für Frauen, mehr zu sparen, sind vielschichtig:
Einkommensunterschiede: Mit 16 Prozent verdienen Frauen in Deutschland immer noch deutlich weniger als Männer.
Teilzeitarbeit: Die Hälfte aller berufstätigen Frauen arbeitet in Teilzeit, bei Männern sind es nur 13 Prozent. Fast ein Fünftel des Verdienstunterschieds ist auf diesen geringeren Beschäftigungsumfang zurückzuführen.
Branchenwahl: Etwa ein Fünftel des Verdienstunterschieds entsteht dadurch, dass Frauen häufiger in schlechter bezahlten Berufen und Branchen tätig sind.
Karrierehindernisse: Frauen erreichen seltener gut dotierte Führungspositionen.
Diese Faktoren führen zu dramatischen Unterschieden beim Lebenseinkommen: Frauen in Westdeutschland verdienen durchschnittlich 830.000 Euro im Laufe ihres Berufslebens, Männer hingegen fast doppelt so viel (1,5 Millionen Euro). Bei Müttern sinkt das Lebenseinkommen sogar auf durchschnittlich 580.000 Euro.
Maßgeschneiderte Vorsorgelösungen für Medienschaffende
Für Journalistinnen (und Journalisten) sowie Medienschaffende bietet die Presse-Versorgung spezialisierte Vorsorgemöglichkeiten, die den besonderen Herausforderungen von Frauen Rechnung tragen. Diese umfassen:
Persönliche Beratungsangebote, die auf die individuelle berufliche und familiäre Situation eingehen
Klare und verständliche Prognosen für die zu erwartenden Leistungen im Alter
Anpassbare Lösungen, die mit sich verändernden Lebensumständen mitwachsen können
Für eine effektive Altersvorsorge sollten Frauen bestimmte Strategien berücksichtigen:
So früh wie möglich beginnen, idealerweise mit dem Start ins Berufsleben
Auch in Phasen mit reduziertem Einkommen (Teilzeit, Elternzeit) weiter vorsorgen
Die Beitragshöhe flexibel gestalten, um auf Veränderungen reagieren zu können
Auf eine ausgewogene Mischung aus Sicherheit und Rendite achten
Professionelle Beratung einholen, die speziell auf die weibliche Erwerbsbiografie eingeht
Wir beraten Sie zu der richtigen Vorsorgestrategie nicht nur unverbindlich und individuell, sondern auch persönlich. Rufen Sie uns direkt an unter 06293 / 928 96 90 oder schicken Sie uns eine E-Mail: frank.sander@presseversorgung-sander.de
Auch betriebliche und private Altersvorsorge nutzen
Neben demFamilienkonzept sollten Frauen, die (noch) keine Familie planen, die üblichen Vorsorgeprodukte nutzen wie die betriebliche Altersvorsorge für angestellte Redakteurinnen oder die private Altersvorsorge, die auch für freie Journalistinnen eine wichtige Säule der finanziellen Absicherung im Alter ist. Auch zu diesen Themen beraten wir Sie ausführlich. Denn:
Proaktiv handeln für die finanzielle Unabhängigkeit
Die aktuellen Studienergebnisse belegen eindringlich, dass bei der Altersvorsorge noch immer erhebliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern bestehen. Frauen sparen weniger – obwohl sie aufgrund der größeren Rentenlücke und der höheren Lebenserwartung eigentlich mehr zurücklegen müssten.
Solange gesellschaftliche Veränderungen auf sich warten lassen, ist es für Frauen besonders wichtig, ihre finanzielle Zukunft selbstbestimmt zu gestalten. Mit durchdachten Vorsorgestrategien und spezialisierten Angeboten für die Medienbranche der Presse-Versorgung können Frauen aktiv gegensteuern und für ein finanziell abgesichertes Alter planen.
Die zentrale Botschaft lautet daher: Jetzt handeln statt später bereuen – denn je früher Sie mit der Altersvorsorge beginnen, desto besser stehen Ihre Chancen auf einen sorgenfreien Ruhestand. Das gilt für Sie und Ihre Liebsten.
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