Burnout, Deadline-Druck, Reizüberflutung – Warum Journalisten besonders BU-gefährdet sind
Die Arbeit in Redaktionen und Medienhäusern ist fordernd. Wer Tag für Tag unter Zeitdruck recherchiert, emotional belastende Themen aufarbeitet und dabei kaum zur Ruhe kommt, setzt seine Gesundheit aufs Spiel. Genau deshalb ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) für Journalisten keine Kür, sondern Pflicht.
Journalisten arbeiten unter Bedingungen, die in kaum einem anderen Beruf so konzentriert auftreten: Enge Deadlines bestimmen den Takt, neue Themen verlangen ständige Einarbeitung und die Grenzen zwischen Arbeitszeit und Freizeit verschwimmen immer stärker. Wer im Nachrichtenjournalismus arbeitet, ist permanent erreichbar. Wer investigativ recherchiert, nimmt die Last belastender Geschichten mit nach Hause. Und wer als freier Journalist arbeitet, hat zusätzlich die finanzielle Unsicherheit zu tragen.
Diese Kombination aus mentalem Dauerdruck, emotionaler Belastung und struktureller Unsicherheit macht Journalisten besonders anfällig für psychische Erkrankungen – und damit für Berufsunfähigkeit.
Psychische Erkrankungen: Ursache Nummer eins für Berufsunfähigkeit
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Mehr als ein Drittel aller Fälle von Berufsunfähigkeit in Deutschland gehen auf psychische Erkrankungen zurück. Depressionen, Angststörungen und Burnout stehen an der Spitze der Ursachen – und der Trend zeigt seit Jahren nach oben. Noch 2010 lag der Anteil bei rund 20 Prozent, heute liegt er bei über 35 Prozent.
Für Journalisten ist das besonders relevant, weil ihr Berufsalltag genau die Risikofaktoren vereint, die psychische Erkrankungen begünstigen: dauerhafter Stress, wenig Kontrolle über Arbeitsabläufe, hoher Verantwortungsdruck und oft fehlende Erholungsphasen.
Warum der Staat Journalisten nicht auffängt
Viele Medienschaffende verlassen sich darauf, dass der Staat sie im Ernstfall schützt. Das ist ein gefährlicher Irrtum. Seit der Reform im Jahr 2001 gibt es in Deutschland keine gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente mehr. Was es stattdessen gibt, ist die Erwerbsminderungsrente – allerdings greift die erst, wenn jemand in keinem Beruf mehr arbeiten kann, nicht nur im eigenen.
Das bedeutet: Ein Redakteur, der wegen Burnout seinen Beruf nicht mehr ausüben kann, erhält keine staatliche Hilfe, solange er theoretisch noch eine andere Tätigkeit wie z. B. im Call-Center ausführen könnte.
Rund 1,75 Millionen Menschen in Deutschland beziehen eine Erwerbsminderungsrente. Im Schnitt betrage die laut dem Portal „Versicherungsbote“ 1.027 Euro und liege damit spürbar unter der Armutsgefährdungsschwelle. Freiberufliche Journalisten stehen noch schlechter da: Sie haben in vielen Fällen keinen Anspruch auf gesetzliche Leistungen.
Die Presseversorgung: Absicherung, die Journalisten versteht
Genau hier setzt die Presseversorgung an. Als Anbieter mit Branchen-Know-how kennt sie die besonderen Risiken und Arbeitsbedingungen von Medienschaffenden. Die BU-Tarife der Presseversorgung sind auf die Bedürfnisse von Journalisten zugeschnitten – ob festangestellt oder freiberuflich, ob Berufseinsteiger oder erfahrener Redakteur.
Wichtige Vorteile im Überblick:
Verzicht auf abstrakte Verweisung: Wer seinen journalistischen Beruf nicht mehr ausüben kann, wird nicht auf eine beliebige andere Tätigkeit verwiesen.
Branchenspezifische Einstufung: Journalisten werden in eine Berufsgruppe eingestuft, die ihre tatsächliche Tätigkeit widerspiegelt.
Kombination mit Altersvorsorge: Über das Presseversorgungswerk lässt sich die BU mit der Altersvorsorge verbinden, was gerade bei Arbeitgeberzuschüssen finanziell attraktiv ist.
Zugang ohne Gesundheitsprüfung: Für tarifgebundene Redakteure an Tageszeitungen oder Zeitschriften gibt es die Möglichkeit, über das Obligatorium der Presseversorgung eine Absicherung ohne individuelle Gesundheitsprüfung zu erhalten.
Wer früh handelt, schützt sich am besten
Die Frage ist nicht, ob Journalisten eine Berufsunfähigkeitsversicherung brauchen, sondern wann sie eine abschließen. Je jünger und gesünder beim Abschluss, desto günstiger die Beiträge und desto umfassender der Schutz. Gerade in einer Branche, die von ständigem Wandel und wachsendem Druck geprägt ist, gehört die BU zur Grundausstattung jedes Medienschaffenden.
Wir beraten Sie gerne für Ihre individuelle Situation. Schreiben Sie uns eine Nachricht oder rufen Sie uns an. Wir freuen uns auf Ihren Kontakt!
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